Let’s Twist again

Die Blumen blühen in voller Pracht, die Sonne strahlt mit den Gesichtern der Kinder um die Wette und die Eisdielen der Städte machen wieder den Umsatz Ihres Lebens: Der Sommer ist zurück. Und mit ihm die Sommerkleider und offenen Schuhe und Sonnenbrillen und Bikinis.
Klar, auch ich liebe es, wenn der Tag nicht durchgehend von Dunkelheit geprägt ist und man sein verkniffenes Bürogesicht in der Mittagspause in die Sonnenstrahlen recken und etwas entspannen kann. Besonders als Kind habe ich es genossen, in der puren Hitze nackt durch die Sonne zu toben und mich zwischendrin – zum Leidwesen der Kundschaft – an der Kühltheke des kleinen Supermarktes etwas akklimatisierte, indem ich meinen Po neben Joghurt und Milch platzierte.
Doch heute, einige Jahre später, sieht das ganz anders aus. Ich springe nicht mehr bei der ersten Hitzewelle nackt auf die Straße (okay, das hat inzwischen natürlich noch weitere Gründe) und suche eher die schattigen Plätzchen im Garten auf. Ja, heute ziehe ich den Winter vor!

Und so stehe ich im Büro und rufe: „Ich sehne mir so den Winter herbei!“ Ungläubige Gesichter starren mich an. „Johanna, erst gestern hast Du Dir Deinen Winterparka in der Agentur angezogen. Bei 22 Grad. Weil es Dir zu kalt war. Während der Rest von uns mit kurzärmeligen Shirts herumgelaufen ist“ entgegnet eine Kollegin. Und greift damit natürlich Tatsachen auf.
Klar, ich friere sehr schnell und auch sehr ungern und frage mich deswegen noch heute, wie ich damals die frostige Kühltheke im Supermarkt als angenehm empfinden konnte. Doch während der ein oder andere in Sandalen durch die Gassen flaniert, trage ich heute unter meinen Stiefeln am liebsten noch Mamas selbstgestrickte Socken. „Stimmt, aber trotzdem liebe ich den Winter so viel mehr“, erwidere ich. „Das Sommer-Winter-Feeling ist bei mir eben etwas verdreht“.  „Naja, Du bist ja generell etwas verdreht, Johanna“; meint die Kollegin. Und ich mache so, als hätte ich es nicht gehört. Doch irgendwie stimmt es. Während gefühlt der Rest der Welt im Sommer leichte Speisen vorzieht, Salate anmacht, Gemüse mariniert und Beeren verputzt, bekomme ich in den sonnigsten Monaten Lust auf deftige, schwere Gerichte. Gerne darf bei mir mitten im Juli ein Gänsebraten mit Klößen auf den Mittagstisch. Und dann zum Nachtisch noch Mousse au Chocolat. Statt eines Wassereis‘ beim Sonnenbaden, genieße ich dann lieber dabei heiße Eintöpfe oder Suppen. „Du bist total verdreht“, meinte erst letztes Jahr meine Freundin Viki, als ich mir während einer Hitzewelle die zweite Portion Chili ganz frisch nachwürzte, während der Rest der Truppe vor Ihren Salaten mit Früchten saß und eher lustlos darin herumstocherte. Es ist auch schon irgendwie verdreht, dass ich im Sommer viel mehr Überwindung brauche, morgens aufzustehen um vor der Arbeit Joggen zu gehen. „Du weißt aber schon, dass es bei morgendlichem Sonnenschein und angenehmen 13 Grad leichter sein sollte?“ fragt mich mein Mitbewohner. Ja, ich weiß wie es eigentlich sein sollte. Bei mir ist es jedoch so, dass ich im tiefsten Winter bei 0 Grad morgens fast problemlos aus dem Bett springe, mir gefühlt 10 Schichten an Joggingklamotten überwerfe, dann den Schal, die Handschuhe, die Mütze und letztendlich – total vermummt – um 6 Uhr in die Dunkelheit trete. Dann, wenn die Kälte mir einen kleinen Schlag ins Gesicht verpasst und ich vor lauter Dunkelheit lediglich ahnen kannst, wo sich der Weg vor mir befindet…dann springen bei mir die Endorphine im Salto und ich empfinde pures Glück. Wohl das gleiche Glücksgefühl, das bei allen anderen während des Sonnenbadens am Strand, beim Eis essen im Park oder beim Freibad-planschen auftritt. Nur eben etwas verdreht.
Und so ist es doch kaum verwunderlich, dass ich nach Strandspaziergängen bei 30 Grad in Italien (und meinem obligatorischen deftigen Auflauf im Anschluss) doch gar nicht so entspannt bin. Nicht so wie Freunde und Familie, die in diesen Zeiten total aufblühen.
Eine ganze Weile hat mich das sehr irritiert und ich fragte mich:
„Warum ist das bei mir nur so verdreht?“

Und dann stand ich 2015 das erste Mal an einem Sommerurlaubsort nach meinem Geschmack. Oslo. 8 Grad. Starker Wind.
Und wie ich da so lief, bei Kälte, Nieselregen mit meinem grünen Schirm, kam Sie ganz plötzlich: Die Tiefen-Entspannung und Zufriedenheit.
„Wirklich seltsam“ dachte ich.
„Entschuldigung. Bei Ihnen ist da was verdreht“ meinte ein Passant freundlich und zeigte auf meinen Schirm, der sich- vor lauter Wind – etwas gelöst und um sich selbst gewickelt hatte.
„Stimmt! Bei mir ist da einfach etwas verdreht“ lachte ich.
Und freute mich, dass ich Sie endlich genießen konnte:
Meine verdrehten Glücksgefühle.
Meinen verdrehten Charakter.
Meine verdrehten Eigenschaften.
Und dann schmiss ich meinen verdrehten Schirm in den Müll und besorgte mir einen Neuen.
Naja.
Irgendwo hat auch die Verdrehtheit mal Grenzen.

Wie ich quasi schon auf das Licht zulief – Schlüssellos unterwegs Teil 2

Ein Frühlingsfest, eine Johanna, eine gesperrte EC-Karte, ein fast leerer Handy Akku und ein Haustürschlüssel, der noch zuhause lag: Es gibt Abende, da passt einfach alles. Manchmal eben nur nicht so, wie man das gerne hätte. Und doch glaubte ich zu dieser Stunde noch an das Glück in all diesem Unglücken. Das Glück kam auch – nämlich in Form einer Nachricht von meinem Mitbewohner direkt auf mein Handy: „Ich bin daheim, bin extra mit dem Taxi gefahren. Du kannst also jetzt wieder nachhause kommen.“
Ich war erleichtert, dass ich die Nacht offensichtlich doch in meinen eigenen vier Wänden verbringen durfte.
„Du kommst jetzt also wieder rein?“ hakte Corinna nach. „Klar“, strahlte ich bis über beide Ohren. Und so trat ich die Heimreise an und stand bereits nach kurzer Zeit mit piepsendem Handy, das inzwischen den Warnhinweis „Bitte laden Sie den Akku auf“ anzeigte, vor meiner Tür.
Ich klingelte. Einmal. Zweimal. Zwanzigmal.
Nach ca. einer Viertelstunde zweifelte ich langsam daran, dass mir mein Mitbewohner tatsächlich nochmal die Haustür aufmacht und begann mich zu fragen: „Was mache ich jetzt bloß? So ohne Geld? Und ohne Schlüssel?“
Ich kam zu dem Entschluss, dass mir in dieser Situation nur eines helfen kann: bitterliches Weinen. Und so tat ich das. Offenbar so dramatisch und Geräusch-intensiv, dass mich ein Bewohner des Hauses hörte. Er machte auf und ließ mich – nämlich eine schluchzende Person mit weißem Kunstfellmantel und einem riesigen Blumenkranz auf dem Kopf – ins Haus hinein. Im Nachhinein betrachtet ziemlich schockierend, wen oder was die Nachbarn da einfach so (ohne groß Fragen zu stellen) ins Haus lassen. Aber gut – ins Treppenhaus hatte ich es geschafft. Und versuchte nun zunächst meine eigene Haustür aufzutreten. Es sah wahrscheinlich relativ unelegant aus, wie ich da immer wieder gegen die Tür hüpfte…und ich trotzdem nichts erreichte, außer einen blauen Fleck am Knöchel und die Gewissheit, keine gute Kriminelle abgeben zu können.
Mein Handy piepste erneut und deutete an, dass es jede Sekunde ausgehen würde. Also nutzte ich die letzte verbleibende Möglichkeit, rief den Schlüsselnotdienst an, schrie meine Adresse in mein Handy – bevor sich das Gerät von selbst abschaltete – und hoffte, dass der Schlüsselnotdienst sich meine Adresse und meinen Ernst der Lage rechtzeitig notieren konnte. Ja, ich hoffte auf den Retter in der Not – der sich dann nach 15 Minuten in Form eines Schlüsselnotdienstmannes zeigte.
Ich jubilierte und freute mich über diesen Retter in der Not. Das jubilieren ließ nach, als dieser Retter erklärte, dass er über 400€ für das Öffnen der Tür verlangen musste. „Über 400€???“ rief ich und ergänzte – natürlich ohne zu dramatisch zu werden – „Dann möchte ich lieber, dass die Tür verschlossen bleibt. Bitte lassen Sie mich einfach hier sterben. Vor meiner Haustür. Allein und ohne Handy. Und so ganz ohne etwas Essbares“ Ich schluchzte noch ein bisschen, denn das passte so herrlich gut zu meiner aktuellen, höchst dramatischen Lage. „Ich kann Sie hier doch nicht einfach sitzen lassen!“ erklärte der Schlüsselnotdienstmann. „Doch, das können Sie“ meinte ich. „Sie können einfach gehen. Ich komm schon klar. Vielleicht überlebe ich es nicht, ich werde eventuell hier draußen verhungern. Aber jeder hat ja bekanntlich sein Päckchen zu tragen.“
„Ooooookay“ rief der Schlüsselnotdienstmann, fluchte leise und tippte in sein Gerät alle Rabatte ein, die man so von einem Schlüsselnotdienstmann bekommen konnte. Und nachdem ich also im Schlüsselnotdienstmannsystem als „Minderjähriger schwerbehinderter Student“ hinterlegt wurde, waren die Kosten gleich nur noch halb so hoch.
„Super, dann öffnen Sie jetzt die Tür“ drängelte ich und wurde innerhalb 10 Sekunden in meine Wohnung gelassen. 10 Sekunden. Ganz ehrlich, diese Einbrecher-Skills sollte ich mir für den nächsten Ausflug ohne Haustürschlüssel mal zeigen lassen.
Und so war ich wieder zuhause. Und fand meinen Mitbewohner. Seelig ruhig schlafend in seinem Bett!!!Ich knallte wütend seine Zimmertür zu – worauf er es trotzdem wagte, einfach weiter zu schlafen.

„Oh Johanna, ich kann mir vorstellen, wie sehr Du Deinen Mitbewohner das noch spüren lässt, dass er Dich nicht gehört hat“, meint mein Cousin Philip am nächsten Morgen bei einem Spaziergang durch die Wilhelma, nachdem ich ihm alles erzählt hatte.
„Zu recht“ entgegne ich und schmiede bereits Rachepläne.
„Du weißt aber schon, dass es eigentlich DEINE Schuld war!?“ fragt er. „Ich meine, DU hast den Schlüssel vergessen, DU hattest den Akku des Handys nicht richtig geladen. DU hast die PIN Deiner EC-Karte falsch eingegeben. Und DU hast Dein letztes Geld für einen Blumenkranz für die Haare ausgegeben.“
„Du kannst das ja gar nicht verstehen…wie das so ist. Wenn man vor der Tür steht. Ohne Essen. Ohne Trinken. Das Leben zieht an einem vorbei. Und der Mitbewohner hört einen einfach nicht“ schluchze ich.
Philip lacht: „Ach Johanna, wir wissen doch beide, dass Du manchmal gerne alles etwas dramatisierst. Gerade wenn Du nichts zu essen bei Dir hast.
„Auch ohne Essen – Ich dramatisiere NIE etwas“ rufe ich empört und schmeiße mein Eis, das mit Philip gerade erst ausgegeben hat, wütend auf den Boden.
Und dann kommen mir die Tränen.
Denn der Weg war noch weit, bis nachhause.
Und so ganz ohne Eis würde ich sicherlich elendig verhungern.
Das ist mal sicher.

 


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No time, baby – Schlüssellos unterwegs Teil 1

Ein einziger Tag kann so viele Überraschungen für Dich bereithalten. Du kannst zum Beispiel ganz unerwartet einen Heiratsantrag bekommen (wenn Du Dich davor bereits in einer Beziehung befindest, erhöht das die Chancen enorm). Du kannst an einem Tag auch plötzlich im Lotto gewinnen (dazu dann am besten Lotto spielen). Die wirklich überraschenden Wendungen nimmt der Tag aber erst an, wenn Du Deinen Haustürschlüssel zum ungünstigsten Zeitpunkt überhaupt zuhause liegen lässt. Ganz ehrlich. Habe es ausprobiert. Erst letzte Woche.
Herausgefunden, dass sich der Schlüssel nicht wie gewohnt in meiner Tasche sondern noch auf der heimischen Kommode befindet, habe ich es erst, als der Freitägliche Feierabend bereits kurz bevor stand. „Ein Glück habe ich noch zwei Mitbewohner mit Schlüssel und dem Hang, immer vor mir zuhause zu sein“ freute ich mich und hielt mich für einen riesigen Glückspilz. Das war kurz bevor mir mein Händchen für das besondere Timing wieder einfiel – und damit die Tatsache, dass der eine Mitbewohner ausgerechnet an diesem Wochenende bereits am Bodensee residierte. Auch Mitbewohner zwei war bereits lange im Feierabend und hopste glücklich und zufrieden in einem Zelt auf einer Bierbank auf dem Frühlingsfest umher.
„Ist ja super“, jammerte ich und sah mich selbst ebenfalls auf- und ab hopsen. Nämlich um eine offene Feuerstelle auf einem Stuttgarter Schrottplatz. Mit diesen Handschuhen, die nur die Hälfte der Finger bedecken. („Wo bekommt man die eigentlich her?“)
„Ist doch suuuper“, grinste meine Freundin Corinna – die offensichtlich den Ernst meiner Lage noch nicht so ganz begriffen hatte. „Dann hast Du doch jetzt jeden Grund mit mir und meinen Freunden aufs Frühlingsfest zu gehen.“ Sie reichte mir ein goldenes Bändchen für ein Frühlingsfest-Zelt und meinte: „Komm dann einfach nach!“.
Und Sie hatte ja irgendwie Recht. Ich war mir ziemlich sicher: Sich auf dem Frühlingsfest im warmen Zelt mit Freunden zuzuprosten und die Zeit, bis ich wieder in die Wohnung kam, mit Schunkeln zu verbringen, das klang doch irgendwie verlockender, als die Sache mit der offenen Feuerstelle.
Ich war wieder happy – bis mir diese eine Sache mit meinem furchtbaren Timing wieder einfiel…nämlich als es sich in der Kaffeemaschine widerspiegelte: Das wohl denkbar schlechteste Frühlingsfest-Outfit, das ich für diesen Tag gewählt hatte. Ein weißes Kleid, die unbequemsten Schuhe, eine riesige Handtasche – die fast schon als Reisetasche durchgehen könnte – und zu guter Letzt (als wäre das nicht schon genug) trug ich meinen riesigen, empfindlichen, weißen Kunstfellmantel.
„Ist doch gar nicht schlimm, SO auf das Frühlingsfest zu gehen“, sprachen die Worte einer Kollegin. Ihr auf mich gerichteter Zeigefinger und ihr beherztes, lautes Lachen sprachen jedoch eine andere Sprache. Und so trottete ich, so unpassend gekleidet, Richtung Wasengelände und fragte mich, was ich tun könnte, um meine Situation etwas zu verbessern.
Ich lief in den nächsten H&M, legte mein letztes Bargeld für einen übergroßen Blumenkranz hin und band ihn mir ins Haar. In dem hintersten Eck meiner riesigen Tasche fand ich noch einen Lipliner, den ich kurzerhand als Lippenstift missbrauchte.
Ich war zufrieden. Ich sah nun nur noch zu 95% unpassend für ein Festtagszelt aus. Auch wenn man über die Kombi von Blumenkranz und Kunstfellmantel hätte streiten können. Im Frühlingsfestzelt angekommen stand ich dann da. Zwischen Maßkrügen, Dirndln und Lederhosen. Ich – mit meinen Kunstblumen im Haar und dem riesen Mantel – und machte einfach das Beste daraus. Ich schunkelte drauf los und genoss die erste Maß Weinschorle in kürzester Zeit. „Ich muss aber noch an den Geldautomaten, bisschen Bargeld holen“ rief ich Corinna zu. „Aber das mach ich einfach, wenn ich ausgetrunken habe“. Oh ja, da war es wieder – dieses unglaublich schlechte Timing. Denn hätte ich das Bargeld direkt geholt – bevor ich einen Liter Weißweinschorle in meinen Körper einflößte – so hätte ich vermutlich spätestens beim 2. Mal den korrekten Pin meiner EC-Karte eingegeben. So aber habe ich 3 Mal die falsche Zahlenkombination gewählt und die Karte wurde gesperrt.
„Kein Bargeld UND kein Haustürschlüssel“, seufzte ich Corinna zu. Und mein Handy piepste passenderweise bedrohlich. „Achja. Und mein Akku ist auch gleich leer!“. Ja. Mieses Timing und so.
In diesem Moment läuft mir ein attraktiver Lederhosenträger über den Weg. Er lächelt mich an und meint: „Ganz ehrlich: Das weiße Kleid und der Blumenkranz im Haar. Das sieht so toll aus. Und damit stichst Du absolut aus der Masse hervor“.
Ich erröte und freue mich über das Kompliment, als er weiter erklärt: „Wenn ich nicht schwul wäre…“
Okay. Was ist nur los mit diesem Tag?
„Wie lange stehst Du schon auf Männer?“ frage ich Ihn.
„Ähm…schon ewig lang, wieso?“ fragt er mich irritiert.
„Ach, nur so“ freue ich mich, erleichtert darüber, dass er nicht erst heute beschlossen hat schwul zu sein.
Diesmal liegt es nicht an meinem schlechten Timing.
Ich lachte.
Drehe mich selbstbewusst um.
Genau in dieser Sekunde, als eine Bedienung mit einem Tablett voller halber Hähnchen an mir vorbei läuft.
Das Geschirr klirrt.
Sag ich doch die ganze Zeit. Mieses Timing!

 


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